Österreich besteht aus neun Bundesländern, die jeweils eine einzigartige historische Entwicklung durchliefen und dadurch unterschiedliche Schwerpunkte in der Ahnenforschung bieten. Für Ahnenforscher bedeutet dies, dass die historischen Quellen je nach Region unterschiedliche Informationen bereithalten können. Während in städtischen Gebieten wie Wien oft detaillierte Melderegister und Gewerbeverzeichnisse erhalten geblieben sind, sind in ländlichen Regionen häufig Grundbücher eine wichtige genealogische Quelle.
Wien als ehemalige Residenzstadt der Habsburger war ein Zentrum von Zuwanderung aus allen Teilen der Monarchie, während Niederösterreich stark von agrarischer und kleinstädtischer Prägung und das Burgenland von der Nähe zu Ungarn beeinflusst wurde. In Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten spielten wirtschaftliche Entwicklungen wie Bergbau und Industrie eine wichtige Rolle, ebenso wie sprachliche und ethnische Vielfalt, etwa in Kärnten durch die slowenische Minderheit. Salzburg war lange ein eigenständiges Fürsterzbistum mit einer besonderen kirchlichen Verwaltung, während Tirol und Vorarlberg aufgrund ihrer Lage in den Alpen und der historischen Beziehungen zu Bayern und der Schweiz eigene genealogische Besonderheiten aufweisen.
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